1989 | Autobahn, Tunnelportale Oswaldiberg

Autobahn, Tunnelportale Oswaldiberg | Villach (K) –A

BEWEGUNG .... MERKMAL .... ERINNERUNG
Viele fahren durch die Landschaft auf der Autobahn; Gerade, Kurven, Brücken, Steigungen, Gefälle, offene Strecken und auch Tunnels. Von all diesen Bauwerken haben alleine die Tunnels ein Innen und Außen, der Berg ist das Gebäude und das Rohr der Raum. Diese Räume unterscheiden sich untereinander zwar durch Namen, Höhen, Längen und Form - aber kaum merkbar. Wir glauben, daß den Reisenden durch Gestaltung der Tunnel-Eingänge Anhaltspunkte, sozusagen Bilder, mit auf den Weg zu geben wären. Man erinnert sich wo man war, man weiß wo man ist und man freut sich wo man hinkommt. Um dies zu erreichen gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, doch haben ich bewußt sehr einfach herzustellende, aber doch zweckdienliche und einprägsame Lösungen. vorgeschlagen. Dem Nirgendwo und dem Überall sollen Markierungen gegeben werden, Kennzeichen, Bilder, Erlebnisse - freundliche Gesten. Die Gestaltung betrifft im Wesentlichen nur die Einfahrtsportale. Sie sollten einerseits das in den Berg einfahren bewusst machen, andererseits sich differenzieren. Das in den Bauch der Erde fahren soll zum Erlebnis werden. Die verschiedenen Portale sind Variationen einer Idee. Die metallverkleideten Schnittstellen sollen die Auslegung der Wirklichkeit verändern. Da man den Schnitt-, oder Bruchstellen mehr Wichtigkeit beimisst, scheint einerseits der Berg oder andererseits das vorstehende Betonrohr aus Metall zu sein.